Dem komplexen Wurzelwerk der Mangroven kommen durch den weichen und sauerstoffarmen Untergrund sowie dem Salzgehalt des Wassers verschiedenste Aufgaben zu:
In den instabilen, sehr weichen Böden benötigen die großen Bäume ein extensives Wurzelsystem, um Tropenstürmen und den Gezeiten trotzen zu können. Hierfür zuständig sind sogenannte Kabelwurzeln, die kurz unter der Oberfläche horizontal im Boden wachsen. Vermutlich dringen die Pflanzen mit ihrem Wurzelwerk aufgrund des geringen Sauerstoffgehaltes in den schlammigen Böden nicht viel weiter als zwei Meter vor.
Aus den Kabelwurzeln wachsen vertikal Ankerwurzeln und nutritive Wurzeln, die Nährstoffe aufnehmen.
In Gebieten mit starken Wellen bilden die Mangroven statt Kabelwurzeln spezielle Stelzwurzeln aus.
Ein großes Problem aller Mangroven ist der sauerstoffarme Boden. Deswegen entwickeln Mangroven überirdische Wurzeln, die mit speziellen Atemzellen (Lentizellen) ausgerüstet den benötigten Sauerstoff aufnehmen können. Diese Luftwurzeln bleiben blattlos und hängen von den Zweigen der Mangrovenbäume herab.
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