Die Republik Ecuador ist seit 1979 eine präsidiale Demokratie mit bundesstaatlichem Charakter. Der Staat setzt sich aus 22 Provinzen zusammen, die jeweils in Kantone bzw. Munizipien und Gemeinden eingeteilt sind.
An der Spitze der Exekutive steht der auf 4 Jahre vom Volk direkt gewählte Staatspräsident, der gleichzeitig auch Regierungschef und Vorsitzender der Streitkräfte ist. Seit dem 22. Januar 2000 ist dies der Rechtsanwalt und frühere Vizepräsident Ecuadors, Dr. Gustavo Noboa. Er wurde als neuer Staatspräsident vom Militär eingesetzt und vom Kongreß bestätigt, nachdem sein 1998 demokratisch gewählter Vorgänger Jamil Mahaud in Folge von Generalstreiks, Straßensperren und seinem wirtschaftlichen Notprogramm aus dem Amt geputscht worden war.
Das Parlament wird von 121 Abgeordneten gebildet, die wie der Präsident für eine vierjährige Amtszeit bestellt werden. In Ecuador existieren für Parteien keine Sperrklauseln (wie die 5% Hürde in Deutschland) bei Wahlen. Auch kleine Splittergruppen und Kleinstparteien haben deshalb die Möglichkeit, einen Sitz im Parlament zu erhalten. Zu den einflussreichsten Parteien gehört die Democracia Popular (Christdemokraten), die Partido Social Cristiano und die Izquierda Democratica (Sozialdemokraten).
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