Ab einer Höhe von 4000 bis 4500 m sind Polsterpflanzen, riesige Rosettenpflanzen der Gattung Espeletia (diese kommen nur in Nordecuador vor) und niedrige Büsche vorherrschend. Ab 4500 Meter überlebt aufgrund der tiefen Nachttemperaturen fast keine Pflanze mehr und über 5000 Meter sind die Gipfel schnee- und eisbedeckt.
Niedriger Bergregenwald findet sich an den West- und Ostandenhängen auf 700 bis 2500 m Höhe.
Hier wachsen viele Orchideen, Bromelien, Moose oder Flechten meist epiphytisch
auf Bäumen, Sträuchern oder Felsen ohne Kontakt zum Boden.
Der Nebelwald beginnt bei etwa 2500 Metern und reicht bis ungefähr
3400 bis 3600 Meter Höhe. Der Norden des Hochlandbeckens ist landwirtschaftich
stark genutzt. Dort überwiegen Graslandschaften, die
von einem aus Afrika eingeführten Gras (Melinis menutiflora)
dominiert werden. Häufig werden auch schnellwachsende Eukalyptus
(Eucalyptus globulus) Bäume in Monokulturen angebaut. Eukalyptus
wurde 1860 aus Australien eingeführt und dient der Holzproduktion.
Seit ungefähr 100 Jahren werden Kiefern (Pinus patula,
P. radiata) aus Mexiko und Kaliforinien gepflanzt.
Kiefern- und Eukalyptusplantagen
laugen die Böden aus und wie eine Studie belegt, verschlechtert der
hohe Wasserbedarf den Wasserhaushalt des Bodens in den nördlichen
Tälern des Andenraums.
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